Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt . . .
Revival Race 2008 – Fun 4 All
27.September - 4.Oktober
Die Vorbereitung
Die Vorbereitung für unsere Regatta begann eigentlich unprogrammmäßig früh schon im April des vorigen Jahres.
Hansi, unser „Oberideenträger“ schlug einen Törn des OK’s vor, einmal zwecks Erkundung neuer Möglichkeiten – sozusagen etwas für die Allgemeinheit – und anderseits zur eigenen Erbauung. Wir wollten einfach auch einmal miteinander und nicht immer gegeneinander segeln. Der gemeinsame Nenner war die letzte Maiwoche 2007. Es war ein Hit und wir haben beschlossen, diesen Törn fortan zwischen den Regatten zu wiederholen. Wir haben viele Eindrücke gewonnen und auch Alternativen zu den bisherigen Erkenntnissen gefunden. Es war klar, dass es auch 2008 eine Regatta geben wird, nur wie viele würden diese annehmen? Diese „Sorge“ war unbegründet, schon Mitte des Sommers kamen die ersten Anfragen.
Jetzt ging es wieder zur Sache.
Heute hat beinahe jeder einen Internetanschluss und da ist die Kommunikation sehr einfach geworden. Schnell eine Mail hinaus und bald waren die ersten fix Gemeldeten zu verzeichnen. Mit Harald WURZER und Toni FRITZ meldeten noch 2 neue Alte (oder alte Neue?) nach, die wir herzlich willkommen heißen. Letztlich sollten es 16 teilnehmende Crews werden und hier, vor allem für die beiden Spätentschlossenen noch ein Schiff zu bekommen, war nicht ganz einfach. Am 28.Januar hielten wir die 1.Skipperbesprechung bei Gerhard Zotter im Dombräu ab, an der bis auf zwei verhinderte Skipper alle anwesend waren. Wie immer wurden grundlegende Dinge besprochen, etwa wichteln, aber auch die Anreise. Es ist kaum zu glauben, aber, von 16 Crews haben sich 14 für die Anreise mit Bus entschieden und das sind insgesamt doch 60 Personen. Unsere nächste Zusammenkunft fand am 17.Juni statt und beim Treffen am 15.September wurden die letzten Klarheiten beseitigt. Genaueres unter Details 2008
Es wurde ein Jahr des "großen, bunten Tuches".
Das Event
Mit Riesenschritten kam der Termin näher und plötzlich wurde die Zeit knapp. Vor lauter Terminen hatte ich dann auch noch die Fackeln zu besorgen vergessen und daraufhin in der Nacht vor der Abreise schlecht geschlafen.
Samstag, den 27.09 um 06:00 traf sich ein Häufchen Frühaufsteher in Gerhard Lernpeis’ Firma, um die Utensilien für unsere Kesselgulaschnacht in den Anhänger des Busses zu verladen. Einzuladen waren Unmengen an Bier, Gulasch und diverse Ingredienzien, der Kessel, das dazugehörige Dreibein und allerlei Utensilien für unser Sailor`s Activity-Spiel. Geschafft von der Anstrengung nahmen wir auf dem Weg zum Bahnhof gleich einmal ein Bier. Da waren sie dann, Gesichter von Freunden, die man zum Teil lange nicht gesehen hat. Die „Germanen“ Jacko und Uwe, diesmal verstärkt mit einem Dritten, Dirk. Walter Seindl, der Reiner Fricke und natürlich unsere Damen. Alle aufzuzählen würde zu weiten führen. Überall einfach Gleichgesinnte, die unserem REVIVAL-RACE entgegenfieberten. Wohin das Auge blickte, auch jede Menge Gepäckstücke, vor allem „Verpflegung“. Die persönlichen Segelutensilien waren da weit weniger voluminös. Unter Mithilfe aller Deckshände war bald alles verstaut und unserer Weiterreise zum Verteilerkreis Webling, wo der Rest der Crews zustieg, stand nichts mehr im Wege. Alles in allem waren wir 59 Personen, die sich auf den zwei Decks im Bus verteilten. Das erste Highlight an diesem Tag war ein Frühstück in Leibnitz. Gerhards Freund, der Feuerwehrhauptmann von Leibnitz, hatte mit seinen Mannen leicht Verdauliches in Form einer Eierspeise vorbereitet, die uns sehr gut schmeckte. Danke an Gerhard Lernpeis für diese Einladung.
Im „Parterre“ des Busses entwickelte sich bald eine prächtige Stimmung, die abrupt in Krapina an der kroatischen Grenze beeinträchtigt wurde. Da hieß es „Anhänger ausräumen“. Einem Zollorgan kam dieser verdächtig vor. Wir hatten plötzlich ein veritables Problem. Dank Walter Holleggers diplomatischer Fürsprache kamen wir ungeschoren davon. Der erhöhte Blutdruck war noch geraume Zeit vorhanden, spätestens jedoch in Zadar, wo Teile der Crews noch einkaufen mussten, war die Körpertemperatur, auch dank der gelungenen Löschmanöver mit Bier, wieder im grünen Bereich. Hans, der Fahrer, brachte uns noch in die Marina, holte nach dem Ausladen die Einkäufer in Zadar ab und nach Schiffsübernahme – problemlos – kehrte an diesem ereignisreichen Tag für den Großteil der Crews Ruhe ein.
Der 28.09 begann verdammt kühl, die gestern noch deutlich vorhandene Bora hatte sich ins Bett gelegt und es versprach ein, zumindest meteorologisch, schöner Tag zu werden. Nach dem Frühstück ging es zum ersten Briefing, wo wir entschieden, das Gulaschfest wieder in der PALADINICA-BUCHT auf der Insel RAVA zu machen. Leichter Wind aus N bis NE wurde angesagt und da ist diese Bucht einfach ideal. Nach dem Verteilen der Event-Polo-Shirts verholten sich die Crews auf ihre Schiffe und bereiteten das Ablegen vor. Bei E-Wind setzten wir nach dem ZDRELAC (der von Hansi unter Butterfly durchsegelt wurde), den Spi und nahmen Kurs auf unser Tagesziel. Um 15:00 zur vereinbarten Zeit waren wir dann auch vor Ort, schnürten ein schönes Paket und begannen mit den Vorbereitungen für unser Gulaschfest. Es war wieder topp. Im Vorfeld munkelten einige, dass ein Dosengulasch einfach ungenießbar sei. Und wie gerade diese, dank vieler verschmitzter zusätzlicher Zutaten, geschmatzt haben. Köstlich wie immer und für jedermann und -frau ausreichend. So wurde es unter Gitarrenklängen Mitternacht und bald darauf hörte man nur noch das mehr oder minder „regelmäßige Atmen“ erschöpfter Seeleute.